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Inhaltsverzeichnis

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  1. Schimmel
  2. Schimmel Clip
  3. Haftet Silikon auf Silikon
  4. Mindesfugenbreite
  5. Verbrauchertabelle
  6. Dichtstofflexikon 
502 Oberflaechenreiniger
503 Schimmelspray
828 Grund Reiniger
40-180 Primer
506 Glättemittel
EVT Glättemittel
EVT Schimmelentferner ADE

 

Schimmel

Das Problem des Schimmelpilzbefalles trifft alle am Markt befindlichen RTV-1 Dichtstoffe. Deshalb sind unsere Produkte, wenn es das Anforderungsbild nicht ausschließt, fungizid (= pilzhemmend) ausgerüstet. Die Wirksamkeit aller fungizid ausgerüsteten Dichtungsmassen ist beschränkt und daher besteht keine Garantie. Aus diesem Grund empfehlen wir die unten beschriebenen Vorsorgemaßnahmen durchzuführen.

Bei einem Primärbefall muss die Schimmelspore bereits in der ersten Entwicklungsphase eine Substanz als verwertbaren Nährstoff vorfinden. Dies ist bei Dichtstoffen aber nicht möglich. Im konkreten Fall schimmelt daher nicht zuerst der Dichtstoff, sondern eine auf der Oberfläche vorhandene Schmutzschicht (z.B.: Textilstaub, Seifen- und Fettreste). Gerade sichtbare Schimmelpilze (schwarze bzw. gelbe Punkte) können meist noch erfolgreich von der Oberfläche des Dichtstoffes entfernt werden.

Sehr effektiv erweisen sich chlorhaltige Reinigungsmittel. Bei Sekundärbefall ist der Schimmel bereits im Dichtstoff verankert, so dass die gesamte Verfugung entfernt werden muss. Eine zusätzliche Desinfektion der näheren Umgebung der Haftflächen mit einer Lösung eines Desinfektionsmittels hat sich bestens bewährt. Die erneute Abdichtung muss in jedem Fall mit einem fungizid eingestellten Dichtstoff ausgeführt werden.

Bei allen Gegenmaßnahmen muss beachtet werden, dass damit die Ursache der Schimmelbildung selbst nicht beseitigt wird. Wenn also auf diesem Gebiet keine Gegenmaßnahmen (z.B.: Trockenheit, ausreichende Belüftung und Reinigung mit einem Desinfektionsmittel) ergriffen werden oder nicht ergriffen werden können, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die ersten Schimmelsporen wieder so weit entwickelt haben, dass der Schimmelpilz sichtbar wird.

Text: Ramsauer AT
 

Schimmel Clip

 

Haftet Silikon eigentlich auf Silikon?

Die Idee scheint verlockend! Eine neue frische und saubere Silikonschicht verbrigt etwaige Beschädigungen, Verschmutzungen und den Befall mit Schimmelpilzen an der alten Siliknnaht. Allerdings ist der augenscheinliche Erfolg einer solchen Maßnahme,  wenn denn überhaupt eine Haftung der beiden Dichtmassen aufeinander erzielt wurde, in den meißten Fällen nur von kurzer Dauer. Chemisch betrachtet ist eine Haftung von Silikon auf einer bestehenden Silikonfuge, zumindest theoretisch, nicht ausgeschlossen. Bedingung ist aber, dass es sich um ein Silikon mit identischer Vernetzung bzw. chemische Basis handelt. Grundsätzlich besteht jedoch ein hohes Risiko, dass es zu Unverträglöichkeiten und Haftungsproblemen kommt.

Daher kann nach unserer Auffassung kein verantwortungsvoller Hersteller oder professioneller Verarbeiter eine Garantie dafür übernehmen, dass der neue Silikondichtstoff auf dem alten beständig haftet. In den meisten Fällen ist es aufgrund der verstrichenen Zeit zwischen ursprünglicher Verfugung und Sanierung, nicht mehr möglich, die Art des alten Dichtstoffes sicher zu bestimmen. Selbst dann, wenn die Marke und Typ der Silikondichtungsmasse noch bekannt ist, könnten zwischenzeitliche Rezepturänderungen bei der Formulierung seitens des Herstellers vorgenommen worden sein. Je nachdem wie und in welchem Umfang die Ursprungsrezeptur geändert wurde, könnte eine Haftung auf der alten Silikonfuge erheblich beinträchtigt sein. Bestehende Verschmutzungen auf der Oberfläche oder auch sichtbarer und unsichtbarer Schimmelpilzbefall können die Funktion des neu aufgebrachten Sikondichtstoffes beeinträchtigen.

Besonders bei Schimmelbefall der alten Fuge besteht die Gefahr, dass eine neu ein- bzw. aufgebrachte Silikonschicht innerhalb eines kurzen Zeitraums auch trotz hochwertiger Anti-Schimmelausrüstung, praktisch von innen heraus, mit Schimmelpilzen durchzogen bzw. besetzt sein wird und ihre Funktion verliert.   Des weiteren ist es sehr schwierig die Haftung der alten Silikon innerhalb der Fuge sicher zu beurteilen. Sollte sich die alte Fuge an den Fugenflanken ablösen, würde sich dadurch die neu aufgetragene Silikonschicht ebenfalls ablösen. Im Rahmen einer professionellen und verantwortungsvollen Fugensanierung werden Profis daher immer die alte Silikonmasse zunächst vollständig mechanisch und mit Hilfe von einem Silikonentferner entfernen. Nach einer gründlichen Reinigung mit Hilfe spezieller Reinigungsmittel und ggf. Vorbehandlung der Fuge und der Fugenflanken kann dann der neue Dichtstoff eingebracht werden.

Text:EVT

Bild und Text: EVT

Verbrauchstabelle

Ermittlung des Materialverbrauches:
Fugenbreite [cm] x Fugendicke [cm] x 100 cm = Bedarf in ml/m

Rechenbeispiel:
2,0 cm x 1,0 cm x 100 cm = 200 ml pro Meter
Bei einem 600 ml-Beutel ergibt dies 600 : 200 = ca. 3,0 Meter pro Beutel
Bei einer 310 ml Kartusche ergibt dies 310 : 200 = ca. 1,5 bis 1,6 Meter pro Kartusche

Laufende Meter pro 310 ml Kartusche / Folienbeutel

Laufende Meter pro 400 ml Folienbeutel

Laufende Meter pro 600 ml Folienbeutel

Tabelle und Text: EVT

Dichtstofflexikon

Jede Berufsgruppe – ob Mediziner, Geologe, Bauhandwerker, Schreiner, Maler oder Glaser – hat ihr eigenes „Fachchinesisch“. Damit verständigt man sich ohne Schwierigkeiten innerhalb des Fachbereiches. Wir möchten Ihnen anhand von Auszügen aus dem Begriffslexikon des Industrieverbandes Dichtstoffe (IVD) einige Fachbegriffe näherbringen. Das komplette Lexikon ist über uns bzw. direkt beim IVD zu beziehen. Darin enthalten auch die englischen und französischen Übersetzungen.

Abdichten
Einbringen geeigneter Stoffe in eine Fuge, um das Eindringen von Feuchtigkeit und/oder Luft zwischen Bauelementen, Bauteilen und Bauwerksteilen aus gleichen oder unterschiedlichen Baustoffen zu verhindern. (DIN EN 26927:1990)

Abglätten
Verfahren, um den Dichtstoff nach der Verarbeitung in die Fuge zu pressen, damit die Haftung zwischen Dichtstoff und Fugenflanken sichergestellt wird, und um das Aussehen der Fugenoberfläche zu verbessern. (DIN EN 26927:1990)

Ablüftezeit
Mindestwartezeit nach dem Aufbringen eines Primers bis zum Einbringen des Dichtstoffes.
(DIN EN 26927:1990)

Adhäsionsbruch
Ablösen des Dichtstoffes von der Haftfläche des Untergrundes (DIN EN 26927:1990) Adhäsionsverlust

Benetzung
Die Eigenschaft eines Stoffes, z.B. Primer, Kleber oder Dichtstoff, sich auf der Oberfläche der vorgesehenen Haftfläche auszubreiten (anzufließen). Nur an benetzten Oberflächen kann Adhäsion wirksam werden.

Bewegungsaufnahme
Zulässige Gesamtverformung (ZGV)

Bruchdehnung
Maximale Dehnung eines Dichtstoffes in der Fuge, die zum Bruch (Zerstörung) der Kohäsion im Dichtstoffmaterial oder der Adhäsion führt. Die Bruchdehnung darf keinesfalls mit der maximalen Bewegungsaufnahme fi ZGV gleichgestellt werden.

Dehnspannungswert
Zuordnung der Dehnspannung
eines Dichtstoffes bei bestimmter relativer Dehnung zu dieser relativen Dehnung. (DIN EN 26927:1990)

Dreieckfase
Bei einer Dreieckfase treffen sich die beiden Haftflächen des Dichtstoffes in der Spitze eines Dreiecks.

Dreiflankenhaftung
Bei einer Dreiflankenhaftung hat der Dichtstoff auf Haftung am Fugengrund mit der Dreiflächenhaftung Folge, dass die Verformung des Dichtstoffes zum Bewegungsausgleich behindert wird.

Fremdüberwachung
Dichtstoffe, die nach bestimmten Qualitäsnormen, z.B. DIN 18545 geprüft sind, werden in regelmäßigen Zeitabständen von neutralen Überwachungsgremien auf die Einhaltung der Qualitätsanforderungen überprüft.

Fuge
Beabsichtigter oder toleranzbedingter Raum zwischen Bauteilen (DIN 52460:2000)

Fugenflanke
Seitliche Begrenzung der Fugenbreite (DIN 52450:2000)

Haftgrund/ Haftgrundierung
siehe Primer

Hinterfüllmaterial
Material, das zur Begrenzung der Dicke des Dichtstoffes in die Fuge eingebracht wird und so das rückseitige Profil des Dichtstoffes bestimmt. (DIN EN 26927:1990)

Kohäsionsbruch
Bruch innerhalb des Dichtstoffes (DIN EN 26927:1990)

MS-Polymer
Ein Rohstoff, der zur Herstellung von Dichtstoffen eingesetzt wird.

Polymer
Eine Substanz, die aus Molekülen aufgebaut ist, in denen eine oder mehrere Arten von Atomen oder Atomgruppierungen wiederholt aneinandergereiht sind.

Primer
Material zur Oberflächenbeschichtung der Fugenflanken, das vor dem Einbringen des Dichtstoffes aufgebracht wird, um dessen Haften sicherzustellen. (DIN EN 26927:1990)
siehe Ablüftezeit des Primers

Rückstellvermögen
Eigenschaft eines Dichtstoffes, die ursprünglichen Maße ganz oder teilwese wiederum anzunehmen, nachdem die Kräfte aufgehoben wurden, welche die Verformung verursacht haben.
(DIN EN 26927:1990)

Shore-A-Härte
Eine Messmethode für die Gummiindustrie, die an ausvulkanisierten Gummimischungen angewandt wird. Für die Prüfung von Dichtstoffen nur bedingt und mit großer Einschränkung geeignet, da der Zeitpunkt der „Vulkanisation“ nicht festzulegen ist.
(DIN 53505)

Spezifisches Gewicht
Das spezifische Gewicht beschreibt das Verhältnis der Masse zu seinem Volumen. Beispiel: 1,2 g / ml = 1 Milliliter (cm3) wiegt 1,2 g.

Vernetzung
In der makromolekularen Chemie (die Chemie, die sich mit großen Molekülen beschäftigt) versteht man unter Vernetzung die räumliche Verknüpfung von Polymerketten untereinander zu einem Netzpolymer. Diese Quervernetzung ist auch die Ursache für die Verfestigung von chemisch reagierenden Dichtstoffen, z.B. Silikon-Dichtstoffen.

Viskosität
Bezeichnung für die Beurteilung über das Fließverhalten von Flüssigkeiten und Pasten.

Zugfestigkeit
Maximale Kraft, die bei der Dehnung eines Baustoffes gemessen wird.
Zulässiger Verformungsbereich
Gesamtheit von Dehnung, Stauchung, Scherung innerhalb derer die Fugenabdichtung ihre Funktiosfähigkeit beibehält.
(DIN 52460:2000)
Text: Ramsauer AT